Lisboa 2018

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Freitag, 26. Februar 2016

Kawaii Cupcake im Wald schlägt 9 Zwerge - Unser Lied für Stockholm

Ohne große Überraschungen ist gestern der deutsche Vorentscheid über die Bühne gegangen. Eine wunderbare Barbara "Babsi" Schöneberger, die ganz schön abgenommen hat, leitete frech und sympathisch durch die Show, Peter Urban war auch dabei und übte schon mal für den Mai in seiner gewohnt schrecklichen Art.

Das Prinzip der Show war einfach: 10 Kandidaten kämpften um 3 Superfinalplätze, welche durch die Zuschauer via Telefon, App oder SMS (Wer benutzt das heue noch ?!) bestimmt wurden. Diese drei performten noch einmal ihren Beitrag und eine zweite Votingphase schloss sich an, in der die Stimmen zu den Stimmen aus der ersten Votingphase addiert wurden. Weder eine internationale - noch eine nationale Jury saßen in Köln. Die Musikrichtungen waren breit gefächert, sie begannen bei Schlager und Indie-Rock, und endeten bei gregorianischen Gesängen und Weltverbesserungssound.

Der erste Durchlauf verlief wenig überraschend, da sich die drei Favoriten mit den Startnummern 7-9 durchsetzten konnten. Ella Endlich konnte nicht von ihrer Eröffnung profitieren, sie konnte nur 5,34% aller Voter hinter sich bringen. Hinter ihr (zugegeben mit deutlichen Anstand) befanden sich nur noch Keøma (3,32%), Joco (2,93%) und den Ann-Sophie-Gedächtnis-Award erhält WoB mit 1,63%, herzlichen Glückwunsch!

Luxuslärm konnte sich dank gelungenem Imagewechsel knapp vor Ella schieben, hatte aber einen großen Rückstand gegenüber Platz 5, den Mönchen. Dank erfolgreicher misslungener Bühnenshow sind die selbsternannten "überaus Erfolgreichen" mit nur 9,06% erfolgreich untergegangen. Wann merkt man, dass dein Auftritt wohl nicht so supi war? Wenn eine klischeemäßige Ralph Siegel Ballade 15 000 Stimmen mehr bekommt. Natürlich lag das auch an Siegels Startplatz, aber ein Erfolg ist es dennoch! Avantasia und Alex Diehl waren im ersten Voting nahe zu gleich auf (16,19 bzw. 16,12 %) Nur Jamie Lee konnte sich mit 28,78% oder 221 846 Votes absetzen. Ich möchte ja nicht daran erinnern, wie mein Orakel-Spruch aussah, aber ich hatte einen ziemlich guten Riecher. Platz 1-5 passen ohne Patzer. Danach habe ich einen Verdreher bei Ella und Luxuslärm, aber diesen Luxus kann ich mir erlauben. Weiter unten hab ich dann noch einen Dreher drin, aber wir fokussieren uns auf Platz 1 bis 5. Und da hab ich 100% richtig. YAY! 

Hier noch mal das Ergebniss tabellarisch ausgearbeitet




Dann also zum Superfinale! Alle 3 Acts spulten souverän ihr Performance ab, Avantasia konnte sich etwas steigern. Gebracht hat das ihnen am Ende nichts, denn Alex Diehl konnte sich Platz 2 erschleichen! Aber Jamie Lee´s Sieg war mit 44,48% extrem ungefährdet. Muss noch kurz mein staunen über die Stimmenanzahl ausdrücken. Hätte es nie gedacht, dass die ARD-Stammzuschauer Hildegard und Otmar, ihr Telefon so heißlaufen lassen. Das ist klasse! Hier nochmal das Ergebnis des Superfinales:





Deutschland geht zum erstmals seit 2009 wieder einen riskanteren Weg und setzt nicht nur auf das Lied. Ghost ist das vermutlich schwächste Lied seit 2009, welches wir zum ESC schicken. Aber Jamie gewinnt durch ihre Ausstrahlung und durch ihr unkonventionelles Auftreten. Polarisierende Beiträge sind die erfolgreichsten (Conchita, Dana International, Verka,...). Jamie´s Live-Stimme ist nochmal deutlich besser als die Studioversion, deshalb ärgere ich mich noch ein bisschen mehr über das Lied. 

Somit muss man über die Inszenierung kommen, 2009 hat das trotz Dita im Glas nicht gut geklappt. Und genau hier sitzt bei mir noch der störende Punkt in ihrer Performance. Ich habe den Kontrast zwischen dem Cupcake und dem toten Laserwald verstanden, aber hier sollte nachgebessert werden. Achtung, konstruktive Kritik!

Option 1: Durch Nebel, einem Schattentänzer und vielleicht einer Windmaschine, kann der Effekt des Waldes noch verstärkt werden. Durch schlaue Kamerafahrten kann man das auch noch wirklich extrem beeinflussen. Aber dadurch verstärkt sich dieser Kontrast noch einmal und man kann dadurch noch mehr Spannung erzeugen.

Option 2; Der Wald verwandelt sich langsam vom toten, ausgestorbenen Wald zu einem Cupcake-Wunderland. Klingt erst einmal schräg, ist es auch! Jamie vertreibt also während der Performance die Geister (vielleicht auch nur in ihrem Kopf?) und stolziert gegen Ende durch ein Schlaraffenland, bitte etwas bei Katy Perry´s Lied California Gurls abkupfern. 

Die aktuelle Bühnenshow basiert auf einer guten Idee, wirkt aber noch nicht ganz fertig. Etwas magic hineinbringen bis Mai und die Punkte könnten, wie von Geisterhand, in ihre Hände s(i)egeln.

Was kann Jamie-Lee in Stockholm reißen? Schwierig. Ein Sieg ist das hier sicherlich nicht. Jamie wird auch dank des neuen Modus Punkte für Deutschland holen, aber ob es bis in die Top15 reichen kann, bezweifele ich. Es liegt nicht an Jamie, sondern am Lied. Aber sie setzt sich klar von der Masse ab, polarisiert und besitzt sicherlich ihre Fanbasis im Mangabereich. Also Jamie: Vertreib die bösen Geister aus der jungen deutschen ESC-Geschichte, und wir werden dir ein Monument bauen!


Hier ihre Finalperformance:



Donnerstag, 25. Februar 2016

Unser Lied für Stockholm - Der Orakelspruch

Heute bestimmt der NDR zum zweiten Mal seinen Kandidaten für den 60. ESC. Dieses Mal allerdings mit der Hilfe der deutschen Rentnerfraktion in der ARD. Gestern fanden die Proben statt und nun steht auch die Startreihenfolge fest. Sie lautet folgendermaßen:

1. Ella Endlich: Adrenalin
2. Joco: Full Moon
3. Gregorian: Masters of chant
4.Woods of Birnam: Lift me up
5. Luxuslärm: Solange Liebe in mir wohnt
6. Keøma: Protected
7. Avantasia: Mystery of a blood red rose 
8. Alex Diehl: Nur ein Lied
10. Laura Pinski: Under the sun we are one

Die Starnummern sind ein nicht zu unterschätzender Faktor. So konnte zum Beispiel kein Act aus der ersten Starthälfte zwischen 2005 und 2013 den ESC gewinnen! Aber schauen wir mal, was der NDR nun wieder falsch gemacht hat. 

Eigentlich nicht viel: Die Favoriten auf die Positionen 7-9 gesetzt und mit Ella beginnt jemand, der den konservativen ARD´ler nicht sofort verschreckt, sondern ihn an das böse ZDF erinnert, da dort ja nun die Helene Fischer Show läuft. Weiter geht´s dann mit Joco auf dem undankbaren zweiten Startplatz. Danach schon die Mönche, die dann doch relativ überraschend da vorne stehen. Schlecht für Sie, gut für mich, weil ich die überhaupt nicht leiden kann und die Chancen für sie dann doch noch kleiner werden. Danach kommt mit WoB, Luxuslärmgeschmuse und Keøma die Ruhe vor dem Sturm. Warum jetzt genau Pinski als letzte starten darf, ist mir nicht ganz klar. Der Abbau von Jamie ist ja dann doch etwas aufwändiger, ihrer hingegen kaum. Naja, das bringt mich aber auch schon zu meinem Orakelspruch:

Wenn es nach meiner persönlichen Meinung geht, sieht das Ranking nachher so aus: (In Klammern die verlorenen Positionen durch Inszenierung)

1. Avantasia (+2)
2. Keøma (+-0)
3. Laura Pinski (-2)
4. Ella Endlich (+3)
5. Joco (-1)
6. Alex Diehl (+3)
7. Jamie-Lee (+1)
8. WoB (-2)
9. Luxuslärm (-3)
10. Gregorian (-5)

Das ist aber egal, weil meine persönliche Meinung niemals so mit den Ergebnissen von nachher übereinstimmen wird. Daher hier mein Orakelspruch

1. Jamie Lee
2. Avantasia
3. Alex Diehl
4. Laura Pinski (Nur wegen der hammer Startposition und dem Kleid- und Effekteklau)
5. Gregorian
6. Ella Endlich
7. Luxuslärm
8. WoB
9. Joco
10. Keøma

Somit fährt Jamie Lee zum ESC für Deutschland und versucht die Kehrtwende zu meistern. Eine Einschätzung zum Sieger von heute Abend folgt....


Die Siegerin?!

Mittwoch, 24. Februar 2016

Unser Lied für Stockholm - Die erste und letzte Probe! Teil 2

Weiter geht´s am Probenmittwoch. Bisher war mein persönliches Fazit ausnahmslos positiv. Alle Acts die ich mag haben solide oder gute Leistung gezeigt. Die Mönche haben sich durch eine Schnapsidee bei der Inszenierung deutlich ins Aus geschossen, eine perfekte Probe aus meiner Sicht!








Weiter gehts mit Luxuslärm: Hatte mich wirklich riesig gefreut, als ich hörte, dass Luxuslärm dieses Jahr dabei ist. Endlichmal deutscher zeitgemäßer Rock! Dann kam ihr Beitrag "Solange Liebe in mir wohnt" und meine Hoffnung war dahin. Das Lied ist sehr textbezogen, dadurch leidet die Melodie und das Lied klingt nach nichts. Mir scheint das aber auch ein taktischer Wechsel zu sein: Die Zielgruppe der Jungen wird hier natürlich nicht erreicht, sie orientieren sich an 50+. Davon schauen natürlich mehr Menschen zu, also höhere Erfolgschancen. Der Beginn einer Neuausrichtung?

Die Kleidung passt zu diesem Eindruck und die gesamte Belichtung bestätigt diesen Eindruck ebenso. Der Background gefällt mir auch und ich glaube, dass er noch wesentlich besser im TV rauskommen wird.

Für Luxuslärm wird das nichts mit dem Reise nach Stockholm, aber sie werden nicht weiter traurig sein. Ihr Lied ist ja eine Auskopplung ihres neuen Albums, also kann man schon davon ausgehen, dass dieser Auftritt vor allem ein PR-Auftritt ist.

Bewertung auf einer Skala von -5 bis 5: +1





Jetzt kommt Keøma, ja praktisch DER Fanfavorit. Mich persönlich packt der Song nicht wirklich, vor allem nicht wenn ich ihn als deutschen Vertreter für den ESC im Kopf habe. Absolut radiotauglich, aber live schwer rüber zu bringen, außerdem schwierige Gesangspassagen und eine rapide Kürzung muss vollzogen werden. Vielleicht ja mit einer sensationellen Bühnenshow?

Leider nicht. Ihr goldenes Kleid ist gar nicht mein Geschmack. Der Hintergrund ist ein Meer/See, natürlich ohne Wellen, ganz flach passend zum Lied. Auch die Band im Hintergrund lässt falsche Schlüsse zu: Steigert sich das Lied noch? Wann kommt der Wechsel? Warum hat sie das an? Keine Fragen, die man bei Inszenierung haben will. Keøma hat sich nun endgültig verabschiedet, schade, aber es war immer klar, dass es nichts für den ESC ist.

Bewertung: -3





Avantasia ist die Nummer 8: Für viele der größte Konkurrent von Ghost. Verständlich, denn dieser Meat Loaf-Tribut Act, hat wirklich ein schönes Liedchen geschrieben. In der Inszenierung geht man kein Risiko ein: Flammen, Verstärker, Flammen, Rosen und noch mehr Flammen! Schöne aggressive Rotfärbung der Bühne: Hier passt alles! Sie enttäuschen nicht und Jamie muss sich langsam wirklich Gedanken machen: Denn die Rocker sitzen ihr im Nacken:

Bewertung: +2





Axel Diehl ist nun als Vorletzter dran, für mich persönlich könnte er da morgen um 23:00 Uhr auch noch stehen. Ich mag dieses Lied gar nicht, viel viel viel zu viel Kitsch. Normalerweise springe ich auf solche nur von der Gitarre begleiteten Lieder sofort an z.B. Belgien 2010 oder Pink bei Dear Mr. President, hier aber überhaupt nicht. Ich habe allerdings das Gefühl, dass das in Deutschland super ankommen könnte. Und Herr Diehl macht es nicht dumm. Mit Gitarre und Flügel auf der Bühne, der Hintergrund eine Übersetzung seiner Lyrics auf Englisch und Französisch und natürlich auch Deutsch. Dieser Hintergrund verwandelt sich (später?) in ein Mercedes Peacesymbol aus Kerzenlichtern, Kitsch, Kitsch, Kitsch. Nach diesen Bildern bin ich mir relativ sicher: Das hier kommt auch ins Superfinale, leider.

Bewertung: +4





Und Laura bildet den Absch(l)uss für heute. Der Ralph Siegel Sound hat mich überraschenderweise voll gepackt und ich hoffe auf eine sehr gute Probe ihrerseits. Ich glaube mit einer stimmlich sicheren Leistung und einer schönen Performance kann sie es bis in die Top5 schaffen und vielleicht sogar ein bisschen weiter.

NEIN! Nicht das Polina-Gedächtnis-Kleid! Was soll das Laura?! OK, ganz ruhig, die Zuschauer haben das bestimmt schon vergessen. Also innovativ, ist anders. Mir wirkt das ganze auch etwas zu Dunkel für ein Sonnenlied und die Projektionen auf dem Kleid sind auch schon vier Jahre alt, wurden zuletzt in Aserbaidschan gesichtet. Nein, das dürfte nichts werden.

Bewertung: -2

So das war´s! Morgen, wenn ich die Startreihenfolge kenne, werde ich den Ausgang für morgen orakeln. Wobei man dieses Jahr kein Meisterorakel sein muss, aber ich bekomme es bestimmt irgendwie hin, alles falsch zu machen...


Unser Lied für Stockholm - Die erste und letzte Probe! Teil 1



Tja, nun ist es also so weit: Deutschland gibt seinen Interpreten für den 60. Eurovision Song Contest in einem nationalen Vorentscheid bekannt, am Donnerstag. Bisher wurde viel gerätselt, ob Jamie Lee als klare Favoritin gewinnen kann. Heute fanden die öffentlichen Proben statt und nun wurde alles wieder auf den Kopf gestellt: Der übliche ESC-Wahnsinn. Die Startreihenfolge für heute hat viele erschreckt, nicht dass das die endgültige Reihenfolge ist! Favoritin Jamie als Erste und auf den beiden Schlusspositionen zwei ruhige Lieder. Anscheinend wird das jetzt aber noch getauscht, man kann es nur hoffen.







Also startet Jamie Lee den Probetag mit einigen Überraschungen. Zunächst einmal muss ich erwähnen, dass die Bühne wirklich gut ist, besser als die letzen Jahre. Bei Jamie verwandelt sich die Bühne in ein düsteren Wald bei Nacht. Dann steht da auf einmal dieser blaue kawaii Cupcake und singt etwas von Geistern- Na gut... Die Perücke die Jamie trägt ist, sagen wir mal auffällig und nicht wirklich passend zu der dunklen Atmosphäre. Jamie riskiert hier Perücke und Kragen, aber vielleicht ist es auch ein Erfolgsrezept: Jamie wird durch diesen Auftritt extrem polarisieren, das beste was einem Künstler passieren kann. Dadurch setzt sie sich von den anderen Teilnehmern ab. Klar ist das die Risikotaktik, aber ich mag dieses Risiko. Jamie bleibt natürlich die Topfavoritin, auch wenn ihr Vorsprung wahrscheinlich etwas geschmolzen ist.

Bewertung auf einer Skala von -5 bis 5: +3





Nun Ella Endlich, mit ihrem Beitrag: "Adrenalin". Sie trägt ein schwarzes, sehr offenherziges Kleid, dass mit Spinnenweben verbunden ist, na gut... Im Hintergrund Häuser und zwei halbnackte Männer hat ihr Budget auch noch hergegeben, neben zwei weiteren Tänzerinnen. Die Bilder dieser Probe haben nur das bestätigt, was ich schon bei dem Lied dachte: Ella versucht eine auf Helene (!) zu machen, was ihr natürlich gegen die Gottesgestalt nicht gelingt. Dennoch macht sie einen soliden Job, der für Stockholm nicht reichen wird, aber vielleicht den ein oder anderen neuen Fan anlocken kann.

Bewertung: +1




Nun Joco und Klaas mit ihrem chancenlosen Beitrag "Full moon". Solide ist das richtige Wort dafür. Joco haben sich Gedanken gemacht, wie sie ihre Performance nicht verhauen, gehen aber gar kein Risiko ein. Relativ statisch an Trommel und Keyboard, mit einem großen Mond ( schon wieder?)
im Rücken, sieht das alles ganz gut aus. Aber diese durchaus gelungene Szenerie änder nichts an der Tatsache, dass das Lied zu uneinprägsam ist. Das dürfte eigentlich nicht für das Superfinale reichen, aber blamieren werden sie sich damit nicht.

Bewertung: -1




Apropos blamieren: Das haben sich gerade die Mönche mit ihrem Epos "Masters of Chant". Hier reden wir übrigens von einem Superfinal-Anwärter. Ein dunkler Song bekommt ganz viel Licht. Die Mönche hätten man mystisch wirklich perfekt im dunkeln mit Fakeln und Blitzen inszenieren können, aber hier wirkt das wie auf einem Jason Derulo Konzert, Bunte Lichter überall. Ich konnte die Mönche sowieso noch nie leiden, dass machen sie ihren Fans dadurch auch leichter. Sie sind meine Favoriten auf die letzten Plätze.

Bewertung: -4




Und zum Schluss von Teil 1: Woods of Birnam. Dieser Beitrag gilt ja bei manchen als Dark horse, bei mir nicht. Die Bilder sehen solide aus und der Sänger hat auch sehbar Spaß, aber das Lied ist für mich zu schwach und eintönig. Aber er vermittelt eine spaßige, angenehme Atmosphäre. Dieser Beitrag ist ein überdurchschnittlicher Lückenfüller, mit dem Ausgang werden sie aber nichts zu tun haben. 

Bewertung: +2

Weitere 5 Beiträge proben heute noch.


Samstag, 20. Februar 2016

Unser Lied für Stockholm- Reine Schadensbegrenzung?

Die Tage bis zum deutschen Vorentscheid werden immer weniger, also wird es langsam Zeit, diesen genauer unter die Lupe zu nehmen. Den Skandal mit dem doppelten Versagen des NDR´s, in welcher sich Xavier Naidoo sogar als Opfer rausreden konnte, haben glaube ich alle mitbekommen. Nur vorneweg: Der NDR hat durch das veranstalten eines nationalen Vorentscheids einiges wieder gut gemacht, bei mir zumindest. Natürlich könnten die Namen größer sein, aber das wird wohl wegen dem Naidoo-Gate nichts die nächsten Jahre. (Heleeeeene) Die Proben kommen noch, somit weiß ich nicht welcher Interpret sich mit einem Ausdruckstanz aus dem Rennen schießt, oder welches Lied erst durch die Live-Atmosphäre gut ankommt. Das Spannende dieses Jahr: Es ist ALLES möglich. Jamie ist zwar favorisiert, aber ob dieses zarte Pflänzchen Deutschland überzeugen kann? Doch diese Offenheit hat ihren Preis: Niemand wird in Lena´s mittlerweile sechs Jahre alten Fußstapfen treten können, dafür sind alle Lieder zu schwach und schon jetzt kann man sagen, dass Barei aus Spanien wesentlich mehr Punkte nach Spanien bringen wird, als wir an die Reeperbahn. Ob ich Hoffnung habe, dass wir unsere Punktzahl steigern können? Ja, aber das liegt eher an dem neuen Votingsystem, indem ein Land, theoretisch zumindest, 20 andere mit Punkten ausstatten kann. Die Künstler kommen aus ganz verschiedenen Bereichen zu viel Schlager und sprechen verschiedenste Geschmäcker an. Alle außer meinen. Ja, meinen Geschmack trifft kaum einer der Künstler, obwohl ich eigentlich relativ einfach zu bekommen bin (Say yay yay yay!). Letztes Jahr hatte ich Laing, davor Elaiza und davor Cascada. Alles Acts, die mich sofort hatten. Und genau deshalb, bleibt ULFS reine Schadensbegrenzung, aber immerhin begrenzt es Schaden. Eine Direktnominierung eines weiteren Künstlers, wäre purer Selbstmord gewesen (Außer Helene Fischer). Somit bleibt nur das Warten auf Donnerstag und dann können wir schon viel besser einschätzen, woran es dieses Mal gelegen hat, dass wir nur auf Platz 20+ kamen.